14 Tage nach Start der eigenen Community „Entspannte Augen“ habe ich ein Interview mit der ganzheitlichen Augentrainerin Barbara Brugger über ihre ersten Community-Erfahrungen gemacht.
Es muss nicht immer ein großes Versprechen sein. Manchmal kann auch Kleines bewirken, Menschen ins Tun zu bringen. Barbara hat jetzt ihre eigene Community „Entspannte Augen“ auf Communi gestartet und sie lockt mit einer Botschaft, die vielversprechend klingt: Deine Minipausen für frische Augen und klare Sicht.
Liebe Barbara, vielleicht gleich zu Anfang: Wie zufrieden bist du mit dem Start deiner Community?
Liebe Sabine, ich freue mich sehr über dieses Interview und die Gelegenheit, meine Erfahrungen zu teilen!
Der Start hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht! Er ist besser gelaufen als erwartet. Die Community wächst stetig und das freut mich sehr.
Was ist das Thema deiner Gruppe und für wen passt deine Community besonders gut?
Die Community „Entspannte Augen“ richtet sich an Menschen, die digital arbeiten – viel Zeit vor Bildschirm, Smartphone und Tablet verbringen – und dabei ihre Augen gesund und entspannt halten möchten.
Besonders gut passt sie zu allen, die mehr Selbstfürsorge für ihre Augen praktizieren wollen, aber im Alltag Mühe haben, dranzubleiben. Die Community gibt Impulse, Struktur und Begleitung. Das erleichtert es, vom Vorsatz in die Umsetzung zu kommen. Die Routine kann wachsen und sich natürlich in den Alltag integrieren. Und sie wirkt.
Was war für dich der Auslöser, eine Community zu gründen?
Die Idee trage ich schon lange im Kopf und den Wunsch im Herzen.
Der Wunsch ist es, Menschen zu begleiten, denen ihre Augen und Sehkraft wichtig sind. Ich möchte mit ihnen gemeinsam herausfinden, wie es jedem individuell leicht gelingen kann, den Augen regelmäßig Gutes zu tun.
Das Wissen um entspannende Augenübungen reicht nicht aus. Die Augen werden täglich strapaziert und brauchen deshalb auch kontinuierlich entspannende Impulse.
Guter Wille ist bei vielen da. In der Umsetzung hapert es. Das zeigt meine 30-jährige Erfahrung als Augentrainerin in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Im digitalen Arbeitsalltag sind die Anforderungen hoch und die Zeit knapp. Selbstfürsorge fällt schnell unter den Tisch, auch wenn man es eigentlich besser weiß.
Mir ist wichtig, dass die Augenübungen nicht als weitere Aufgabe empfunden werden und noch mehr Druck erzeugen. Sie dürfen eine willkommene Pause sein, die den Alltag leichter macht.
Erzähl mal: Wie hast du gestartet, deine Community zu bewerben und was war erfolgreich?
Bisher habe ich nur wenig Aufwand betrieben. Ich habe meinen Newsletter genutzt, einige private und berufliche Kontakte informiert und auf LinkedIn gepostet.
Daher war ich über das Interesse umso erfreuter.
Ich denke, die Schwierigkeit, an einer gesunden Routine dranzubleiben, macht die Community interessant.
Beim Eintritt in die Community erfährst du über die Eintrittsfragen, wie die Menschen auf deine Community aufmerksam werden und was sie sich von dem Beitritt erhoffen. Welche Erkenntnisse ziehst du aus den Informationen?
Die Antworten sind breit gefächert und spiegeln unterschiedliche Bedürfnisse wider.
Viele kommen mit konkreten Beschwerden – müde, trockene oder brennende Augen oder Kopfschmerzen. Sie wünschen sich Linderung und Entspannung. Andere möchten ihre Sehkraft erhalten oder verbessern. Einige sind vorausschauend dabei und handeln präventiv, bevor Beschwerden entstehen. Und manche haben den Wunsch, ihre Brille zu reduzieren oder ganz darauf verzichten zu können.
Auch wenn die Ausgangssituationen unterschiedlich sind, verbindet alle der Wunsch nach Selbstwirksamkeit: Selbst etwas für entspannte und gesunde Augen tun zu wollen.

Zum Community-Start bietest du gleich eine Challenge an. Das ist eine schöne Idee, dass es gleich lebendig wird. Was ist das Challenge-Thema und wie wird die Challenge von den Mitgliedern angenommen?
Die Challenge läuft so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist sehr erfreulich!
Das Konzept ist bewusst einfach gehalten: Einmal täglich eine entspannende Übung für die Augen, weniger als 2 Minuten, von Montag bis Samstag. Der Sonntag ist frei. Drei Wochen lang. Es ist immer dieselbe Übung – zugunsten von Konstanz vor Abwechslung. Die Routine steht im Vordergrund.
Jeden Tag gibt es einen kurzen Motivationsimpuls von mir. Die Teilnehmerinnen reagieren mit einem Like oder einem knappen Kommentar. Doch das ist optional. Man darf auch ganz still mitmachen.
Die Reaktionen sind positiv und das bestätigt mich in diesem Ansatz.
33 Mitglieder in den ersten 14 Tagen: Überrascht dich das?
Ja, durchaus! Da ich bisher nur einen kleinen Kreis angesprochen habe, rechnete ich mit einem langsamen Wachstum.
Dass das Thema so gut ankommt, motiviert mich, die Community und das Konzept weiterzuentwickeln.
Welche 3 Tipps würdest du gerne Menschen, die auch eine Community gründen wollen, geben?
Tipp 1: Persönliche Begleitung
Für mich war die 1:1 Begleitung mit dir der Game Changer. Ein Konzept zu entwickeln, das wirklich zu mir passt und mit dem ich mich pudelwohl fühle, das hat den Unterschied gemacht. Im letzten Jahr hatte ich bereits versucht, ein Online-Business aufzubauen, und dafür einen Online-Kurs gebucht. Ich habe viel Zeit, Geld und Herzblut investiert, doch keines der Versprechen hat sich erfüllt. Der Wunsch nach individueller Begleitung hat mich schließlich zu dir geführt. Das war die richtige Entscheidung.
Tipp 2: Eigene Ideen statt Trends
Ich bin selbst kein Community-Typ. Die Flut an Informationen in Communities und Social Media überfordert mich schnell und ich denke, das gilt auch für viele in meinem Publikum.
Deshalb habe ich eine Community gestaltet, in der es kein Muss gibt. Man kann sich Impulse holen, wenn es passt. Interaktion und Austausch sind willkommen, aber optional. Der Kern ist das Tun: Die Augenübungen praktizieren und die Augen entlasten. Das ist, worum es geht.
Was jeder dafür braucht und sonst noch in der Community machen möchte, ist unterschiedlich. Wer gerne aktiv ist und schreibt, darf sich genauso einbringen.
Tipp 3: Authentizität
Es gibt viele Communities. Was eine Community einzigartig macht, ist die Gründerin dahinter. Die eigene Art zu denken, zu gestalten, die Dinge zu sehen. Das ist nicht kopierbar. Wer authentisch ist, fühlt sich wohl und zieht genau die Menschen an, die dazu passen.
Meine Art ist eher leise. Ich mag eine klare Ausdrucksweise, die es auf den Punkt bringt. Die Anleitungen sind praxisnah, die Umsetzung einfach. Die Inhalte sollen den Druck nehmen und entlasten.
Mir ist wichtig, dass die Menschen in der Community freundlich und liebevoll mit sich und ihren Augen umgehen. Ich glaube, weil ich das vermittle, wächst die Mitgliederzahl beständig.
Mehr Infos zur Community „Entspannte Augen“

Blick aus Expertensicht
Aus meiner Erfahrung ist Barbara die Positionierung gut gelungen. Ein klares Community-Ziel (Augen entspannen) verbunden mit der Botschaft, dass sich die Augen schon nach kurzer Zeit frischer und leichter anfühlen, machen die Entscheidung leicht, dieser Gruppe beizutreten.
Auch Erlebnisse und Aktionen helfen, sich spontan für etwas zu entscheiden. Wie schafft man Erlebnisse? Mit einer Challenge zum Auftakt wird nicht viel geredet, sondern einfach geübt und erlebt, was eine tägliche Routine für die Augen bringen kann. Erste kleine Erfolgserlebnisse sind vorprogrammiert. Auch gewöhnt sich das neue Mitglied daran, regelmäßig in die Community reinzuschauen. Eine gute Verbindung entsteht.
Barbara sagt selbst von sich, dass sie kein Community-Typ ist. Beim Community-Typ denken viele an Menschen, die gerne und viel kommunizieren. Dabei ist viel Kommunikation aus meiner Sicht kein entscheidender Erfolgsfaktor für eine Community. Es geht vielmehr darum, die Menschen ein Stück des Weges genau dorthin zu begleiten, wohin sie es alleine nicht schaffen. Auf ihrer Landingpage kommuniziert Barbara auch deutlich, dass es ihr wichtig ist, Druck rauszunehmen und eigene entspannende Routinen zu entwickeln.
Erleben voranstellen statt grauer Theorie: Dies ist ein Erfolgsschlüssel, um Menschen ins Boot zu holen und vor allem, im Boot, sprich in der Community, zu behalten.
Was kannst du für den erfolgreichen Start deiner Community tun? Welche Impulse gewinnst du aus diesem Interview? Kommentare sind herzlich willkommen.


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